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Abhängigkeit von Computerspielen

„Dort bekam ich Anerkennung“, meinte Stefan auf die Frage, warum er denn solange „World of Warcraft“ spielte. „In der realen Welt ist es viel schwerer nur ein klein wenig Anerkennung zu bekommen. Bei WoW (World of Warcraft) bekommt man sogenannte „Quests“, das sind kleinere Aufgaben für die man Punkte bekommt. Hat man eine bestimmt Anzahl an Punkten, kann man neue herausfordernde „Quests“ annehmen. Immer wenn es soweit war, spürte ich den Erfolg sofort, so Stefan.

In der realen Welt tritt der Erfolg meist nicht ein – oder erst mit deutlicher Zeitverzögerung. Das Lernen für eine Klausur wird in der Regel erst Wochen später durch die Notengebung belohnt. Diese Verzögerung hebt die virtuelle Welt auf. Es tritt fast direkt ein Glücksgefühl ein. Der Erfolg setzt sofort ein. Daher möchte man immer weiterspielen. Doch Spiele wie WoW sind recht zeitaufwendig. Darunter werden auch schnell soziale Kontakte leiden. Zwar lernt man durch solche Onlinegames auch neue Menschen kennen, jedoch kommt dabei selten ein wirklicher dauerhafter Kontakt zustande, der sich auch in der echten Welt fortsetzt. Abbruch von Kontakten mit Freunden und Verwandten kann eine Folge sein. Insgesamt isolieren sich Spieler von der Außenwelt und flüchten in die virtuelle, in sich abgeschlossene, Welt wo der schnelle Glücksmoment lockt.

Gamepad Werkzeug für Gamer - Gamepads und Joysticks. Foto: Pixelio, "Markus"

Dennoch droht keine körperliche Abhängigkeit weil die Wirkung von Computerspielen sich von „Drogen“ doch erheblich unterscheidet¹. Trotzdem sollte man Computerspiele kritisch sehen – soziale Kontakte sind einfach wichtig.

¹Gamingsucht - Beitrag von "Freenet"

"Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennenlernen als im Gespräch in einem Jahr." - Platon

"Spielen ist wie Fixen. Der Einstieg geschieht aus Spaß, dann kommt die Zerstörung." - Mathieu Carrière

"Wenn man einem Kind das liebste Spielzeug wegnimmt, schreit es am lautesten." - Michael Thurk

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Literaturprojekt 2007/2008 von G.Goßmann und F.Wackermann