Viele Eltern setzen ihre Kinder den ganzen Tag vor den Fernseher. Diese sehen den Fernseher als kostengünstige Möglichkeit ihre Kinder zu unterhalten. Hierbei sehen sie jedoch nicht die Gefahren, die das ständige Fernsehen mit sich bringt. Gerade Kinder sind relativ unkritisch und glauben daher fast alles was sie sehen. So könnten sie glauben, dass Kühe lila sind weil es in der Werbung ihnen so präsentiert wird. Oder wird „Veierabend“ wirklich mit „V“ geschrieben? In der Werbung ist das jedenfalls der Fall.
So wird fernsehen gemacht. Das übertragene Material sieht
etwas
anders aus. Foto: Pixelio, "aurelius"
Dadurch verlieren die Kinder den Bezug zur Realität und ihre sozialen Kontakte brechen ab. Sie kommen in der realen Welt nicht mehr zurecht, weil sie die Wirklichkeit mit der Fernsehwelt verwechseln. Beispielsweise werden Dinge verharmlost. Allen voran Gewalt. Es besteht die Gefahr, dass sie diese Gewaltszenen nachspielen wollen. Wunden verheilen nicht so schnell und Tote können schlecht wieder auferstehen. In der realen Welt lassen sich sogar Traum und Realität recht gut auseinanderhalten.
Etliche Fernsehsender finanzieren sich über Werbung. Doch bei einem Spielfilm sind die Zuschauer nach dem Film meist weg und schauen den Tag danach vielleicht einen Film auf einem anderen Sender. Bei Serien aber müssen die Zuschauer mehrmals einschalten, um zu wissen wie es weitergeht. Gerade im spannendsten Moment hört die Folge die man gerade sieht auf und man ist gezwungen bei der nächsten Folge wieder einzuschalten, sofern man wissen will wie die Handlung ausgeht. In diesem Zusammenhang identifiziert man sich oft mit den Hauptdarstellern. Z.B. in einer Serie, besonders mit den Personen, die Telenovela oder einer Soap mitspielen.
Was geschieht dabei? Die Wirklichkeit wird durch die Medien beeinflusst und anschließend transportiert. Dann wird das „Präsentierte“ nochmals anders aufgenommen. Man nennt diese drei Wirklichkeiten: primäre Wirklichkeit, mediale Wirklichkeit (im Fernsehen) und wahrgenommene mediale Wirklichkeit (im Kopf). Letztendlich hat das Bild bei den Zuschauern nicht mehr viel mit der Realität zu tun.
"Ein Prominenter ist jemand, der dauernd für sich werben kann, weil er von den Medien umworben ist." - Gerhard Uhlenbruck
"Das Problem der Zeitungsberichterstattung liegt daran, dass das Normale uninteressant ist." - Saul Bellow
"Ein Mensch, der gar nichts liest, ist besser informiert als derjenige, der nur Zeitung liest." - Lee Iacocca